Athletiktraining
- Athletiktraining für Leistungssportler und leistungsorientierte Sportler
- Referenzen
- Presse
- Interview

Foto: Rainer Latzke - Sporttherapeut / Athletiktrainer -
- Leitender Trainer Rückenzentrum KW
- Fachübungsleiter Rehabilitationssport
- Fachübungsleiter Leichtathletik
- Fachübungsleiter Gewichtheben
- Kursleiter Rückenyoga / Qi Gong
- Kinesio Taping
Bedeutung des Funktionalen Trainings für Leistungssportler und leistungsorientierte Sportler aus z.B. Volleyball, Handball, Basketball, Fußball und Individualsportarten.
Jürgen Klinsmann nutzte das Funktionale Training bereits zur WM 2006. Diese Trainingsform ermöglichte es, dass die deutsche Nationalmannschaft zur WM 2006 so eine starke Fitness aufweisen konnte.
Funktionales Training ist ein ganzheitliches Konzept, das sich sehr vielseitig anwenden lässt.
Im Gegensatz zum normalen Krafttraining, wo meist nur einzelne Muskelgruppen isoliert trainiert werden, verwenden funktionale Übungen die drei Achsen der menschlichen Bewegungsmöglichkeit.
Das Messsystem bewertet das Bewegungsmuster objektiv. Es deckt Asymmeterien, Dysbalancen und Schwachstellen auf. Bassierend auf den Testergebnissen werden Übungen zur Verbesserung oder Korrektur jeglicher Schwächen oder Ungleichgewichten empfohlen und ein individueller Trainingsplan erstellt.
Die funktiellen Bewegungstests umfassen:
- die tiefe Kniebeuge
- den Hürdenschritt
- den Ausfallschritt
- die Schultermobilität
- das aktive Beinheben
- den Liegestütz
- die Rotationsstabilität
Hierfür gibt es zahlreiche und abwechslungsreiche Übungen, die motivieren und zugleich einen hohen Spassfaktor mitbringen. Hierbei wird die Kraft gesteigert, die auch wirklich im täglichen Leben und Sportartspezifisch gebraucht wird.
Vorteile des Funktionalen Trainings:
- Steigerung der Stabilität
- Schutz vor Verletzungen
- besseres muskuläres Zusammenspiel
- Stärkung des Körperzentrums
Trainingsgeräte die zum Einsatz gebracht werden können:
- Eigengewicht des Körpers
- Kabelzug / Theraband / Tube
- Slingtraining
- Balanceboard / Gymnastikball / Stabi-Stab
- Lang- und Kurzhanteln
- Medizinbälle
Natürlich kann auch für die Art der Steigerung von Mukelvolumenzuwachs oder Ausdauer, wie Sie es bisher gewöhnt waren, das kommerzielle Training mit funktionellem Training kombiniert werden.
Das funktionelle Training ist bei weitem nicht zu unterschätzen und kann je nach Übungsauswahl und Intensität schnell an die Grenzen führen. Die Leistungsfähigkeit, Leistungsdauer und Koordination wird stark zum positiven beeinflusst.
Athletik-Training mit den Volleyball-Bundesligisten


VOLLEYBALL: Das Vertrauen des Trainers
Den Ausschlag, dass Sebastian Krause zurückkehrt, geben Mirko Culic und das familiäre Umfeld
Nach einem Jahr beim SC Charlottenburg steigt der Außenangreifer nun wieder bei den Netzhoppers ein. Mit ihm sprach Namensvetter Helge Krause.
MAZ: Welche Erfahrungen haben Sie in dem Jahr, in dem sie beim SC Charlottenburg trainiert und gelegentlich gespielt haben, sammeln können?Sebastian Krause: Ziemlich gemischte Erfahrungen. Es war natürlich sehr positiv, in der Meisterschaft bis ins Finale vorzustoßen und einer europäischen Spitzenmannschaft wie dem VfB Friedrichshafen Paroli bieten zu können. Auch die Spiele im CEV-Cup Spiele bedeuteten für mich sehr interessantes Neuland. Zudem fand das Training natürlich auf hohem Niveau statt. Allerdings überwiegt nach dem Jahr beim SC Charlottenburg doch die Erinnerung daran, nun mal nicht so häufig zum Einsatz gekommen zu sein. Das führte schon zu wachsender Unzufriedenheit. Aber ich denke, auch so etwas erlebt man im Laufe einer Profilaufbahn. Umso motivierter bin ich nun für die kommende Saison.
Sie dürften vermutlich wieder auf der Annahme/Außenposition spielen und somit in allen Belangen gefordert sein. Haben Sie sich in einzelne Volleyball-Elementen im vergangenen Jahr spürbar weiter entwickeln können? Agieren Sie abgeklärter und reifer?
Krause: Ich sehe mich auf jeden Fall auf der Außenposition. Meiner Meinung nach habe ich mich vor allem im Abwehrbereich verbessert. Auch mein Aufschlag ist druckvoller und stabiler. Trotzdem liegt in jedem einzelnen Bereich noch viel Arbeit vor mir. Insgesamt denke ich schon, dass mich das zurückliegende Jahr mit all seinen Facetten reifer gemacht hat. Nach insgesamt drei Jahren in der Bundesliga gehe ich abgeklärter in die Spiele.
Was gab den Ausschlag, nach Bestensee zurückzukommen?
Krause: Das Hauptargument, dass ich mich trotz anderer Angebote wieder für Netzhoppers entschieden haben, war Trainer Mirko Culic. Beim ihm habe ich in meiner Laufbahn bisher am meisten lernen können. Vor allem weil er auch individuell mit mir gearbeitet hat und mir immer Vertrauen entgegenbrachte. Das gilt natürlich auch für Rainer Latzke im Athletikbereich. Zudem war der sehr persönliche und familiäre Umgang im Verein ein entscheidender Punkt, wieder nach Bestensee zu kommen.
Inzwischen steht auch fest, dass mit Sebastian Fuchs ein weiterer Spieler vom SC Charlottenburg zu Netzhoppers wechselt. Freut Sie sein Entschluss?
Krause: Auf jeden Fall. Für Matthias Böhme, der ja nun für Evivo Düren spielt und den ich sowohl sportlich als auch menschlich sehr vermissen werde, hätte es keinen besseren Ersatz als Sebastian Fuchs geben können. Er ist ein echter Glücksgriff. Wir standen in engem Kontakt und waren uns recht schnell einig, dass die Netzhoppers für uns beide die beste Möglichkeit sind, wieder voll in der Liga anzugreifen. Ich bin sicher, die Zuschauer dürfen sich auf spektakuläre Punkte von „Fuchsi“ freuen. Natürlich ist es auch schön, weiterhin mit Spielern im Team zu sein, mit denen man sich sehr gut versteht.
Mit welchen Erwartungen blicken Sie auf die kommende Saison?
Krause: Als Mannschaft sollten wir uns die Play-Off-Runde als Ziel setzen. Das wird mit Sicherheit ein hartes Stück Arbeit, da die Leistungsdichte im Bundesliga-Mittelfeld sehr hoch sein dürfte. Doch gerade das bedeutet eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Ganz persönlich will ich mich zum Leistungsträger entwickeln und in jedem Spiel meine maximale Leistung bringen. Nachdem ich in der vergangenen Saison weniger Spielanteile hatte, brenne ich darauf zu zeigen, dass ich Volleyball spielen kann.
Wen kennen Sie von Ihren neuen Mitspielern, und wann steigen Sie in das gemeinsame Training ein?
Krause: An der Seiten der älteren Netzhoppers wie Manuel Rieke und Arvid Kinder konnte ich ja schon vor zwei Jahren Bundesliga-Atmosphäre schnuppern. Aber auch die jungen Spieler sind mir zumindest vom Sehen bekannt. Mit Philipp Jankowski beispielsweise habe schon in Jugendzeiten zusammen gespielt. Wie alle anderen Kandidaten steige ich auch am 1. August ins Training ein.
Was ist noch geplant, bevor die unmittelbare Saisonvorbereitung beginnt?
Krause: Zwei Wochen Urlaub haben meine Freundin und ich bereits auf Sizilien verbracht. Dabei konnte ich nach der langen Saison abschalten. Nun gibt es etwas Beach-Volleyball, vor allem aber Athletiktraining bei Rainer Latzke im Sport- und Gesundheitszentrum in Königs Wusterhausen. Langsam vermisse ich die Halle und freue mich darauf, dass es am 1. August wieder losgeht.
Training, Bundesliga, Pokal werden Sie in den kommenden Monaten stark beanspruchen. Gibt es auch Ziele abseits vom Volleyballnetz?
Krause: Im Vordergrund steht der Volleyball. Es reizt mich einfach zu erfahren, wie weit ich es in diesem Sport bringen kann. Trotzdem möchte ich ein Fernstudium beginnen, wahrscheinlich in der Fachrichtung Verwaltungswissenschaften. So will ich mir über die Jahre ein zweites Standbein aufzubauen und trotzdem die Belastung an Training und Wettkampf anpassen und regulieren. Athletikeinheiten kann ich in den Vormittag legen und so individueller trainieren. Der Urlaub für nächsten Sommer ist übrigens auch schon geplant: Es geht zu Salvador Hidalgo nach Kuba.
Quelle: Märkische Allgemeine, 09.07.2011
Halle, Hanteln, Hölzerner See VOLLEYBALL
Für die Bundesligaspielerinnen vom Köpenicker SC passt beim Trainigslager alles zusammen
Dass Bestenseer Halle und Gesundheitszentrum im Königs-Wusterhausener Fontane-Center ideale Bedingungen bieten, hat sich in Volleyballkreisen längst herumgesprochen.
KÖNIGS WUSTERHAUSEN Jürgen Treppner fand für das Trainigslager nur lobende Worte, angefangen von Unterbringung und Verpflegung im Kiez am Hölzernen See über die Bedingungen in der Bestenseer Arena bis zum Fitnesstraining bei Rainer Latzke im Königs-Wusterhausener Gesundheits- und Fitnesszentrum. Der Trainer vom Köpenicker SC ist mit seinen Volleyballerinnen für 14 Tage ins Dahmeland gekommen, um sich auf die Bundesligasaison vorzubereiten, die am 24. November mit dem Heimspiel gegen SC Potsdam beginnt.„50 Einheiten haben wir schon hinter uns, jetzt wird mit dem Teamtraining angefangen“, verriet Treppner. „Ich bin optimistisch, wir sind auf gutem Wege. Saisonziel ist es, besser als auf Platz acht abzuschneiden.“
Den Hölzernen See kannte Treppner aus frühen Jugendjahren. Über Rainer Latzke, der als Fitnesstrainer der Netzhoppers einen exzellenten Ruf genießt, kam der Kontakt zum Bestenseer Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf zustande. „Es spricht sich herum, dass unsere Halle gerade für Volleyball bestens geeignet ist“, freute sich das Gemeindeoberhaupt und half, dass es mit den Quartieren am Hölzernen See klappte. „Durch Volleyball werden Bestensee und die Region schließlich bekannt.“
Das rasante Spiel am hohen Netz gilt dank des Bundesligateams der Netzhoppers als Bestenseer Aushängeschild. „Doch deshalb wird bei uns keine andere Sportart vernachlässigt“, betonte Quasdorf, der sich an eigene bescheidene Volleyballversuche erinnern kann. „Damals bestand noch Hoffnung, dass ich wachsen würde.“
Wenn die Halle beim Bundesligaspiel bebt, spürt auch der Bürgermeister die Faszination. „Volleyball ist eine Bereicherung für unseren Ort. Das zeigt sich ja darin, dass sich immer mehr Bestenseer Dauerkarten zulegen.“
Das Fluidum beim Bundesligaspiel begeistert auch Athletiktrainer Rainer Latzke. So richtig ins Schwärmen allerdings kommt er, wenn es um Hanteln, Muskeln, Sprungvermögen und Kraftzuwachs geht. Die Netzhoppers wissen es längst zu schätzen. So manch wichtiges Spiel konnten sie dank Athletik und Fitness für sich entscheiden. Was die kommende Saison betrifft, ist Latzke zuversichtlich. Selbst als Fitnesstrainer lernt man schließlich immer noch dazu.
Davon profitieren nun auch die Köpenicker Volleyballerinnen. Die Stimmung beweist, dass sie sich im Gesundheitszentrum und in der Bestenseer Halle wohlfühlen. Nur für die Schönheiten, die der Hölzerne See zu bieten hat, bleibt keine Zeit. Der letzte Ball fällt abends um 22 Uhr. Morgens um 7 Uhr geht es zum Frühstück und dann wartet Rainer Latzke schon wieder mit all seinen netten Martergeräten.Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 16.10.2010
Arzt, Praxis und Team in bewährter Zusammenarbeit
Netzhoppers profitieren von schneller, kompetenter Diagnose und fachkundiger Therapie.
Königs Wusterhausen: Obwohl er erst seit einigen Wochen zu den Netzhoppers gehört, hat Alexander Milivojevic die Hilfe durch die Praxis für Physio- und Sportphysiologie, die zum Königs-Wusterhausener Gesundheitszentrum im Fontane-Center gehört, schon schätzen gelernt. Der Außenangreifer aus Montenegro zog sich beim Turnier in Dresden eine Zerrung in der Rückenmuskulatur zu, konnte aber nach Diagnose von Mannschaftsarzt Michael Wich und Behandlung in der Praxis bereits nach zehn Tagen wieder voll trainieren.
So trafen sich die Netzhoppers-Volleyballer in dieser Woche auch im Fontane-Center, ihrem offiziellen Trainings- und Rehabilitations-Stützpunkt, zum speziellen Gruppenfoto mit Mannschaftsarzt. Wie im Falle von „Aga“ Milivojevic behandelt Michael Wich, der Chefarzt der Chirurgischen Abteilung im Achenbach-Krankenhaus ist, die Spieler nach Sportverletzungen und überweist sie mit Diagnose und Therapieempfehlung an die Praxis für Physio- und Sportphysiotherapie. Hier werden alle Maßnahmen ergriffen, um die Spieler wieder fit für ihren Einsatz auf dem Spielfeld zu machen. Die Therapie erfolgt in Absprache mit Cheftrainer Mirko Culic und Athletiktrainer Rainer Latzke.
Die Saisonvorbereitung ist darauf ausgerichtet, dass jeder Spieler seine Trainingshöhepunkt zum Bundesligastart erreicht. Die Kooperation zwischen Sport und Medizin ermöglicht es, das Athletiktraining darauf einzustellen.Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 09.10.2010
Muskelkraft und Männerschweiß
FITNESS-VIERKAMPF
Training unter fachkundiger Anleitung zahlt sich auch bei deutschen Meisterschaften aus
Die einzelnen Disziplinen wie Klimmziehen und Dreisprung beruhen auf typischen Bewegungsabläufen, die dem Normalverbraucher aber häufig recht schwerfallen.
KÖNIGS WUSTERHAUSEN: Wenn es darum geht, die Muskeln spielen zu lassen, ist Rainer Latzke ein unbestrittener Experte. Bis zum stärksten Lehrling hatte er es in der DDR gebracht. Heute widmet sich der inzwischen 48-jährige als Geschäftsführer im Königs-Wusterhausener Sport- und Gesundheitszentrum der Fitness und dem Wohlbefinden. Zudem hält er als Athletiktrainer die Netzhoppers-Volleyballer in Form. Und auch der Vierkampf, in dem Latzke einst als stärkster Lehrling glänzte, hat es ihm noch angetan. Bei den 4. deutschen Meisterschaften in Riesa wurde er Zweiter in der Klasse über 88 kg.
Nur zehn Punkte fehlten zum obersten Treppchenplatz. „Dabei wurden mir drei Klimmzüge abgezogen“, ließ sich beim Vizemeister, dem es längst nicht mehr um Medaillen und Urkunden geht, leises Bedauern heraushören. „Bei der Wertung ging es aber auch knüppelhart zu.“
Viel wichtiger aber war Latzke, dass er bei der Vorbereitung auf diese Meisterschaften im Königs-Wusterhausener Gesundheitszentrum Gleichgesinnte und Trainingspartner gefunden hat. Auf seinen Aushang meldeten sich neun Kandidaten, fünf blieben bei der Stange und bereiteten sich fünf Monate lang auf den Wettkampf vor. Tim Bredow beispielsweise begann mit sechs Klimmzügen. Bei den Meisterschaften guckte er nun 26-mal über die Reckstange. Wären ihm nicht bei den Kniebeugen zwei Versuche abgezogen worden, hätte es in der Altersklasse U 19 sogar zum Titel gereicht. So aber wurde Bredow, wie auch Rainer Latzke, der ihm die ersten Trainingspläne geschrieben hatte, Vizemeister.
Auch die anderen Teilnehmer aus Königs Wusterhausen durften sich über ihr Abschneiden freuen. Peter Schmeier belegte bei den 50- bis 60-Jährigen den dritten Platz. Michael Lemke, Nick Tyburski und Alexander Wörpel landeten in der AK 20/39 im Mittelfeld.
Den Leistungen, die in den vier Disziplinen gebracht wurden, kann nur Respekt gezollt werden. Hat der Fitness-Vierkampf Aussichten, sich zu einer anerkannten eigenen Sportart zu mausern? Rainer Latzke findet den Gedanken zumindest interessant. „Es ist eine gute Möglichkeit, Kandidaten an den Breitensport heranzuführen. Dabei geht es ja um typische Bewegungsabläufe, die vielen Normalverbrauchern allerdings schwerfallen.“ Darüber, ob sich gar etwas Eigenständiges entwickelt, will der Königs-Wusterhausener Athletiktrainer nicht viel orakeln. Immerhin hat das, was einst als Bestenermittlung begann, inzwischen den Status einer offiziellen deutschen Meisterschaft. „Und wir haben Blut geleckt“, freute sich Latzke, „so könnte unser Kandidatenkreis im nächsten Jahr auch noch größer werden.“Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 24.04.2010
Ein Mann macht Power
Volleyball Athletiktrainer Rainer Latzke bringt die Netzhoppers vor dem Bundesligastart in Form
Seit drei Wochen bereiten sich die Netzhoppers auf die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga vor. Dreimal pro Woche wird dabei im Königs Wusterhausener Sport- und Gesundheitszentrum Kraft und Fitness trainiert.
Von Christian HeinigKÖNIGS WUSTERHAUSEN Hände wie Bratpfannen, und dann diese Waden, „Muskeln pur, einfach unglaublich“. Wenn Rainer Latzke über Matthias Böhme spricht, den Diagonalangreifer der Netzhoppers, kommt er schnell ins Schwärmen. „Ein Ausnahmeathlet, ein absolutes Kraftpaket“, sagt Latzke über den 2,04-Meter-Hünen. „Egal, wo Matze den Ball hindrischt, da wächst kein Gras mehr.“ Und damit das auch in der kommenden Bundesliga-Saison so bleibt, hat Rainer Latzke für die Vorbereitung ein intensives Kraftaufbau-Programm ausgefeilt. Seit einem Jahr arbeitet er als Athletiktrainer für die Königs Wusterhausener Volleyballer. Er ist der Mann, der für die Power sorgt.
Es war Ende Februar, im letzten Drittel der Vorsaison, als Rainer Latzke die Spieler der Netzhoppers in der Halle zum Sprungtest bat – aus vollen Lauf, wie beim Aufschlag. Damals erreichte Matthias Böhme, der inzwischen zum erweiterten Nationalmannschaftskader gehört, eine Höhe von 3,49 m. Nun, nach der Sommerpause, kam der 22-Jährige auf 3,36 m. „Das sind 13 Zentimeter, die wir jetzt in der Vorbereitung herauskitzeln müssen“, betont Latzke.
Der Athletiktrainer weiß: Im Volleyball, ganz gleich ob bei Angriff oder Block, können ein paar Zentimeter mehr an Sprunghöhe über den Ausgang eines Ballwechsels entscheiden. Am 4. Oktober starten die Netzhoppers mit einem Heimspiel gegen Eschenbacher Eltmann in die neue Bundesliga-Spielzeit. Spätestens dann soll Böhme wieder an der 3,50-Meter-Marke kratzen. Eine äußerst schweißtreibende Angelegenheit.
Dreimal die Woche empfängt Rainer Latzke die Königs Wusterhausener Volleyball-Cracks während der Saisonvorbereitung in seinem Sport- und Gesundheitszentrum am Fontane-Center, ihrem offiziellen Trainingsstützpunkt. Zwei Stunden hat er dann Zeit, um sich alle erdenklichen Muskelgruppen vorzuknöpfen. „Es geht nicht darum, Muskeln wie bei einem Bodybuilder aufzubauen“, erklärt Latzke, „sondern Kraft und Beweglichkeit zu trainieren.“ Arme, Beine, Rumpf, Rücken – alles wird abwechselnd bearbeitet. Dazu kommen Übungen zur Stabilisation von Wirbelsäule, Knie und Fußgelenk, um Verletzungen vorzubeugen. Je besser die muskuläre Koordination, umso effizienter sind die Bewegungsabläufe.
Um Schlaghärte und Sprunghöhe der Spieler zu optimieren, setzt Latzke insbesondere auf die olympischen Hebetechniken: das Reißen und Stoßen. „Dabei werden viele Muskelgruppen beansprucht“, erklärt Latzke, der vom Fach kommt. Der 48-Jährige war selbst einst stärkster Lehrling der DDR und obendrein fünfmal Berliner Meister und dreimal DDR-Meister im Kraftfünfkampf. In seinem Fitnessstudio in Berlin, seiner Heimatstadt, hat er vor und nach der Wende etliche Gewichtheber und Leichtathleten betreut. Vor zehn Jahren dann folgte die Eröffnung des Sport- und Gesundheitszentrum am Fontane-Center. „Das betreibe ich gemeinsam mit Neffe Tino mit Leib und Seele“, sagt Latzke, der selbst Freizeitvolleyballer ist. Seit drei Jahren spielt er zum Spaß in der Kreisklassenmannschaft der Netzhoppers.
Alle Trainingspläne, die Rainer Latzke den Bundesliga-Cracks aufbürdet, testet er zuvor selbst. Und die Fortschritte, die die Spieler dank seiner Fitnesseinheiten machen, ließen sich bereits vorige Saison ausmachen. Etwa bei Nikola Matijasevic. Ein derart ausgefeiltes Fitnesstraining kannte der serbische Mittelblocker nicht, als er vor der letzten Spielzeit zu den Netzhoppers stieß. Anfangs schaffte er bei Kniebeugen mit 40 Kilo Gewicht nur bis zu zehn Wiederholungen. Am Ende der Vorbereitung waren es sechs Wiederholungen mit 140 Kilo. Matthias Böhme drückt aus der Kniebeuge sogar 220 Kilo. Einmal hat er es auf 14 Wiederholungen mit diesem Gewicht gebracht. Ein Ausnahmeathlet eben.
Auch für die beiden Neuzugänge Daniel Heinecke und Santino Rost, vormals Berliner TSC, ist das intensive Fitnessprogramm Neuland. „Rainer quält uns schon mächtig“, gesteht Heinecke, „aber das muss er auch.“ Strengen sich auch wirklich alle Spieler an? Latzke muss schmunzeln. „Kein Kommentar.“ Kunstpause. „Na aber“, sagt er dann, „alle ziehen super mit.“ Darauf achtet auch Cheftrainer Mirko Culic, der jede Einheit im Sport- und Gesundheitszentrum am Rande mitverfolgt. Und was sagt er zu Rainer Latzke? „Er hat viel Erfahrung und genießt mein vollstes Vertrauen.“ Beste Arbeitsbedingungen also für den Mann, der Power macht.
Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 21.08.2009
NETZHOPPERS WERDEN VOM STÄRKSTEN LEHRLING DER DDR FIT GEMACHT
Seit einem Jahr ist Rainer Latzke Athletiktrainer der Königs Wusterhausener Netzhoppers. Dreimal wöchentlich kümmert sich der 48-Jährige während der laufenden Saisonvorbereitung in seinem Sport- und Gesundheitszentrum am Fontane-Center um Kraft und Fitness der Bundesliga-Volleyballer, die am 4. Oktober in der Bestenseer Landkost-Arena gegen Eschenbacher Eltmann in die neue Saison starten. In der Saison wird es wöchentlich zwei Einheiten geben.
Ab dieser Spielzeit ist das Sport- und Gesundheitszentrum offizieller Trainingsstützpunkt der Netzhoppers. Bei Verletzungen werden hier unter sportmedizinischer Betreuung die entsprechenden Reha-Maßnahmen durchgeführt. Mit Ulrike Röhrich und Silke Lieben stehen den Königs Wusterhausener Spielern zudem zwei Physiotherapeutinnen zur Verfügung.
Bereits seit drei Jahren ist Rainer Latzke Mitglied der Netzhoppers-Familie. Als Freizeitvolleyballer spielt er in der Kreisklassenmannschaft. Einst war er stärkster Lehrling der DDR. Zudem war Latzke von 1975 bis ‘78 Berliner Meister im Kraftfünfkampf und errang zweimal den Titel DDR-Meister in derselben Sportart.Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 21.08.2009
Interview vom Sender KW mit Rainer Latzke, über die Aufgaben und Inhalte des Athletiktraining mit den Volleyballbundesligisten Netzhoppers KW/Bestensee





